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Verkieselungs-Sperre für Fassadensanierungen

 

Verkieselungs-Sperren werden durch stark verdünnte wässrige Wasserglaslösungen (ca. 5% Wasserglas + 95% Wasser) erzeugt. Wasserglas ist chemisch instabil. Die Lösung erstarrt durch geringen Säureeinfluss (in der Wand durch die Luftkohlensäure) zu einem wässrigen Gel, welches die Poren verstopfen soll. Diese Art der Sperren wurde zum stoppen von Wassereinbrüchen aus dem Berg im Tunnel- und Bergbau entwickelt und besitzen dort aufgrund ihrer niedrigen Kosten auch heute noch ihre Daseinsberechtigung. In Wohngebäuden oder überhaupt in Mauerwerk sollten sie nicht verwendet werden, da man mit der Verkieselungslösung bauschädliche Salze ins Mauerwerk einträgt bzw. dort erzeugt.

 

Wie alle wässrigen Produkte haben auch Verkieselungen die natürlichen Verteilungsprobleme in der nassen Wand. Daher wird auch hier ein Bohrlochabstand von 10-15 cm gefordert. Außerdem sind Verkieselungs-Sperren nicht langlebig (nur 2-3 Jahre) und erzeugen in der Wand durch den Einschluss von Wasser (Gel mit 95% Wassergehalt) Wärmebrücken, die die Raumwärme fast ungehindert nach Außen abfließen lässt (im Volksmund Kältebrücken genannt). Diese im Tunnelbau bewährte Methode kritiklos auf Mauerwerk und Wohngebäude zu übertragen, setzt also ein erhebliches Nichtwissen über die kapillarphysikalischen und chemischen Vorgänge im Mauerwerk voraus.

 

Verkieselungsprodukte können Sie übrigens daran erkennen, dass sie das Gefahrenzeichen „Ätzend“ tragen. Sie sind hochalkalisch, daher ätzend und man sollte deshalb mit ihnen vorsichtig und nur mit entsprechender Schutzkleidung umgehen!

 

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